Viera Janárčeková wurde in Svit/Tschechoslowakei geboren. Sie studierte Klavier, Dirigieren und Kompositionstheorie am Konservatorium in Bratislava, sowie Klavier bei Ilona Štepánová-Kurzová und Cembalo bei Zuzana Ružičková an der Akademie der musischen Künste in Prag; später besuchte sie Klaviermeisterkurse von Rudolf Firkušný in Luzern. Ihre zeitgenössische Kompositionstechniken erwarb sie bei den IMD Kompositionskursen in Darmstadt, (György Kurtág), aus den sie anhand intensiven Experimentierens an den Instrumenten, für die sie schrieb, und neuer Ausdeutung der im Zwischenbereich von Klang und Geräusch innenliegender Ausdruckskraft zum eigenen Stil fand.
   Seit den 1980er Jahren arbeitet Viera Janárčeková erfolgreich als freie Komponistin. Sie erhielt in den Jahren 1986 bis 1996 mehrmals Einladungen zum internationalen Komponistinnen-Festival »Vom Schweigen befreit« in Kassel sowie zum Internationalen Festival »Komponistinnen gestern-heute« in Heidelberg, für die insgesamt sechs Auftragswerke entstanden. Weitere Uraufführungen ihrer Werke erfolgten unter anderem in der Berliner Konzertreihe »Unerhörte Musik« sowie bei den Internationalen Festspielen in Lockenhaus im Jahr 2000; Gidon Kremer hatte sie zum Composer in Residence ernannt. In Bratislava ist sie seit 1993 bis heute regelmäßig bei den beiden Festivals für neue Musik »Melos-Étos« und »Týždeň novej tvorby« (Woche des neuen Schaffens) vertreten. 2003 gründete sie das »Ost-West-Podium für Kulturaustausch«, das den Dialog zwischen deutschen und osteuropäischen Komponisten pflegt und für das weitere Auftragskompositionen entstanden. Nach einem einjährigen Stipendium 2010-11 im Internationalen Künstlerhaus Villa Concordia lebt Viera Janárčeková heute in Bamberg; hier schrieb sie für das Konzertprojekt »Zusammenklang« ein Auftragswerk für Symphonieorchester, Orgelkomposition für ION Festival „Musica sacra“, jüngst wurde ein abendfüllendes Auftragswerk für das 1000-jhr. Jubiläum im Bamberger Dom uraufgeführt. 
   Den Schwerpunkt ihres vielseitigen Schaffens bilden ihre kammermusikalischen Werke, besonders für Streichinstrumente, darunter 7 Streichquartette und vier Werke für Streichorchester, Soli, Duette, Trios - für die sie eigene Spiel- und Klangtechniken entwickelte. 
Preise und Auszeichnungen
   Zwei Preise für Kurzhörspiele, 1985. Erster Preis der Stadt Unna für Lieder auf der Flucht für Mezzosopran und Septett, 1987. Zwei Preise des Internationalen Komponistinnen Wettbewerbs Mannheim für die Orchesterwerke Ozeanische Sekunde und Gianozzo 1994. Erster Preis für das Fünfte Streichquartett, Kammermusikwettbewerb Bratislava 1996. Wolfgang-Zippel-Preis für das Sechste Streichquartett 1997. Zweiter Preis bei Barmenia-Wettbewerb für Siebente Saite für Sologitarre 2007. Für die Komposition A Midsummer Night´s Dream 3.Preis beim Int. Wettbewerb 21-st. music in Seoul 2009.
Rundfunkaufnahmen und Interviews im HR, BR, SWF, DRS, WDR, Radio Praha, Slowakischer Rundfunk. Porträtsendungen bei BR (Susanne Schmerda, 1993 und 2010), WDR (Björn Gottstein, 2008), außerdem Beitrag im Atlas der Moderne (über Duo extatico, von Ulrich Holbein) und weitere Workshops über Lieder auf der Flucht und Irre Parabel, ebenfalls beim WDR.

Viera Janárčeková
was born in 1951, in Svit, Czechoslovakia. She studied piano, harpsichord, conducting and composition at the State Conservatory in Bratislava and later at the AMU (Music Academy) in Prague in the class of Ilona Štěpánová-Kurzová and Zuzana Růžičková. She was also studying with Rudolf Firkušný at the Summercourses in Luzern. In the 70ies she emigrated to Germany. Since 1981she is living in North Hesse, working as a free composer. In 1986, 1990, 1992 and 1998 she successfuly attended the International Courses for New Music in Darmstadt, primarily with György Kurtág. Her compositions are frequently broadcasted and performed at highly reputed Music Festivals – Aspekte, Vom Schweigen befreit, Unerhörte Musik, Ost-West-Podium, Melos-Ethos (Slowakia), misomusik (Portugal); in 2000, when she was invited by Gidon Kremer as Composer-in-residence to the Kammermusikfest in Lockenhaus for premiere performances of Quadratura for Violoncello-Solo, Pulsator-Trio, 6. String-Quartet and Dotyk for String orchestra. 2010-11 Stipendium "Villa Concordia" Bamberg.
After exploring different styles, oriented along classical and Czech Moderne, V.J. found her own style of music during the 90ies. This style, encompassing highly evolved universes of resonance and sound, requires new techniques of playing, notation, continuous refinement and enhancement of already existing ones. Her music is sensual, surprising, whimsical, technically brilliant as well as expressive.
Awards received: Two award-winning radio dramas in 1985; first prize of the City of Unna, for Lieder auf der Flucht (Songs on the Run), for mezzo-soprano and septet, 1987. Twice awarded in Mannheim 1994 (International Competition of Female Composers), for the orchestral works Ozeanische Sekunde (Oceanic Second) and Gianozzo. First prize for the 5. Streichquartett (string quartet), Competition of Chamber Music Bratislava, in 1996. Wolfgang-Zippel-Award for the 6. Streichquartett, in 1997, Barmenia-prize for „Siebte Saite“ (The seventh string) for Guitarre in 2007. 2009 3-rd. prize for "A Midsummer Night´s Dream" in Seoul.